Fachkräfte fehlen
Vor allem im ländlichen Raum fehlen Menschen, die Maschinen bedienen. Autonome Technik kann körperlich anstrengende und wiederkehrende Arbeiten übernehmen.
Interreg Deutschland–Danmark · Projekt 2025-302
Agri-RoboCoPilot baut eine deutsch-dänische Versuchsinfrastruktur auf, in der autonome Bodenbearbeitung simuliert, auf dem Feld erprobt und für alle verständlich sichtbar gemacht wird.
So sieht ein Lagebild aus
Illustration mit Beispieldaten
Ereignisse
Statische Darstellung: ~35 % des Feldes bearbeitet, Maschine steht auf der Bahn. Für die Animation JavaScript aktivieren.
Beispielhafte Darstellung eines Feldeinsatzes – keine echten Messwerte.
Die Landwirtschaft in Deutschland und Dänemark steht vor denselben Fragen: Wie bleibt sie produktiv, wenn Fachkräfte fehlen, Umweltauflagen steigen und Klima und Ressourcen Grenzen setzen?
Vor allem im ländlichen Raum fehlen Menschen, die Maschinen bedienen. Autonome Technik kann körperlich anstrengende und wiederkehrende Arbeiten übernehmen.
Green Deal und Farm-to-Fork verlangen schonenderen Umgang mit Boden, Wasser und Betriebsmitteln. Präzise, automatisierte Verfahren helfen dabei.
Forschung findet oft isoliert statt, Systeme verschiedener Hersteller passen nicht zusammen, und es fehlen gemeinsame Testverfahren. Deshalb ist Autonomie in der Bodenbearbeitung heute noch die Ausnahme.
Agri-RoboCoPilot entwickelt eine grenzüberschreitende Versuchsinfrastruktur, in der auf Basis transparenter Testprotokolle und Leitlinien sowie unter Berücksichtigung internationaler Standards unterschiedlichste Gerätekombinationen für die autonome Bodenbearbeitung getestet, validiert und weiterentwickelt werden können. Ziel ist es, die Forschungs- und Innovationskraft in der deutsch-dänischen Grenzregion zu stärken und den verantwortungsvollen, praxisorientierten Einsatz von Automatisierung in der Landwirtschaft zu fördern. Simulation, Feldpraxis und digitale Demonstration greifen dabei ineinander. So entstehen Werkzeuge, die für Landwirtinnen und Landwirte, Hersteller und Beratung direkt nutzbar sind.
Bodenbearbeitung wird virtuell durchgespielt, bevor eine Maschine aufs Feld fährt: mit Boden-, Wetter- und Maschinendaten, Vorhersagen zu Energiebedarf, Zeit und Bodenwirkung und gemeinsamen Datenformaten für beide Länder.
Die Simulation wird auf einem Betrieb mit Flächen in Deutschland und Dänemark überprüft. Gemessen werden unter anderem Kraftstoffverbrauch, Zeitbedarf und Bodenqualität.
Eine webbasierte Oberfläche macht sichtbar, was autonome Maschinen wahrnehmen, entscheiden und tun: Karte, Maschinenstatus, Fortschritt und Kennzahlen. Mit Demo-Modus für Schulung und Öffentlichkeit.
Empfehlungen zu Interoperabilität, Sicherheit und Datenmanagement sowie ein Leitfaden für den Einstieg in die autonome Bodenbearbeitung, gemeinsam für Deutschland und Dänemark.
Die Rolle auf dem Betrieb verändert sich: vom Fahrer auf der Maschine zum Flottenmanager, der mehrere autonome Einheiten überwacht und bei Bedarf eingreift.
Vom Fahrer zum Flottenmanager
Alle Teilziele folgen derselben Methode in drei Schritten. Drei Workshops – je einer pro Projektjahr – führen die Ergebnisse aus Simulation, Feldpraxis und digitaler Infrastruktur zusammen.
Gemeinsam mit Landwirtschaft, Herstellern und Beratung klären, was gebraucht wird.
Modelle, Praxisfälle und Oberflächen gemeinsam entwickeln.
Ergebnisse gemeinsam prüfen und verbessern.
Am 1. Oktober 2026 ist Agri-RoboCoPilot offiziell gestartet. In den kommenden drei Jahren erproben Partner aus Deutschland und Dänemark, wie autonome Bodenbearbeitung sicher und praxisnah gelingen kann.
Beim Auftakttreffen haben die Partner gemeinsam mit dem Interreg-Sekretariat die nächsten Schritte für Berichte, Abrechnung und Öffentlichkeitsarbeit abgestimmt.
Der Interreg-Ausschuss hat Agri-RoboCoPilot bewilligt. Das Projekt wird mit bis zu 1,02 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
Gefördert durch Interreg Deutschland-Danmark und die Europäische Union.
Das Projekt Agri-RoboCoPilot (Projektnummer 2025-302) wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Interreg Deutschland-Danmark gefördert.
Mehr zum Programm Interreg Deutschland-Danmark (externer Link)